Holz richtig lagern

Selbst das hochwertigste Brennholz entfaltet seinen vollen Heizwert nur dann, wenn es richtig gelagert wird. Falsch gestapeltes oder zu feucht aufbewahrtes Holz trocknet nicht aus – oder wird sogar wieder feucht und schimmelig. Mit den folgenden Tipps lagern Sie Ihr Brennholz fachgerecht und heizen in der nächsten Saison mit optimaler Effizienz.

Den richtigen Lagerplatz wählen

Ein guter Lagerplatz erfüllt drei Grundvoraussetzungen: Sonneneinstrahlung, Luftzirkulation und Regenschutz. Die Kombination dieser drei Faktoren sorgt dafür, dass das Holz kontinuierlich Feuchtigkeit abgibt, ohne von oben wieder befeuchtet zu werden.

  • Sonnig und warm: Ein südausgerichteter Platz beschleunigt die Trocknung erheblich. Direkte Sonneneinstrahlung kann die Trocknungszeit um mehrere Monate verkürzen.
  • Gut belüftet: Holz muss „atmen“ können. Stapeln Sie das Holz nie dicht an einer Mauer oder eingeschlossen in einem Schuppen ohne Luftzufuhr. Mindestens eine Seite des Stapels sollte vollständig offen bleiben.
  • Vor Regen geschützt: Eine Überdachung oder Abdeckplane schützt von oben, die Seiten sollten aber unbedingt offen bleiben. Ein vollständig geschlossener Bretterverschlag verhindert die Luftzirkulation.

Lagerung: Bodenabstand ist Pflicht

Holz darf niemals direkt auf dem Boden liegen. Feuchtigkeit aus dem Boden zieht in die untersten Scheite ein, fördert Schimmel und Fäulnis, und der Trocknungsprozess wird zunichte gemacht.

  • Legen Sie Kanthölzer, alte Paletten oder Metallträger als Unterlage aus – mindestens 10–15 cm Bodenabstand sind empfehlenswert.
  • Auf Betonuntergründen ist Bodenabstand ebenfalls sinnvoll, da Beton Feuchtigkeit aufnehmen und abgeben kann.
  • Auf Rasenflächen unbedingt eine wasserabweisende Folie unter den Unterlagen verlegen.

Holzstapel richtig aufbauen

Ein stabiler und luftiger Holzstapel ist keine Selbstverständlichkeit. So gelingt er:

  • Gleichmäßig stapeln: Alle Scheite sollten in dieselbe Richtung zeigen, damit der Stapel stabil steht und die Luft gleichmäßig durchzieht.
  • Rinde nach oben: Bei Schichten, die nach oben zeigen, sollten die Scheite mit der Rindenseite nach oben liegen – so läuft Regenwasser leichter ab.
  • Keine zu breiten Stapel: Stapelbreite von 1 m bis maximal 2 m empfehlenswert, damit die Luft auch im Inneren zirkulieren kann.
  • Stabilitätsstützen: Bei freistehenden Stapeln seitliche Pfosten oder Kreuzkonstruktionen verwenden, um ein Umkippen zu verhindern.

Wie lange muss Brennholz trocknen?

Die Trocknungsdauer hängt von der Holzart, der Scheitstärke und dem Lagerplatz ab. Als Richtwert gilt:

  • Esche, Birke: 1–2 Jahre bei guter Lagerung ausreichend.
  • Buche, Hainbuche: Mindestens 2 Jahre, besser 2–3 Jahre.
  • Eiche: Mindestens 2–3 Jahre, manchmal länger bei dichten Scheiten.

Bereits ofenfertig getrocknetes Brennholz, wie es Mécafor liefert, muss nur noch trocken und belüftet aufbewahrt werden – eine zusätzliche Nachtrocknung ist nicht notwendig.

Häufige Fehler bei der Holzlagerung

  • Zu dicht an der Hauswand: Schimmelpilze können auf die Hauswand übergehen; mindestens 10–20 cm Abstand halten.
  • Vollständig eingewickelt in Plastikfolie: Die Folie verhindert die Verdunstung und fördert Schimmel. Nur von oben abdecken, nie rundum.
  • Feuchtes und trockenes Holz zusammen lagern: Trockenes Holz kann Feuchtigkeit vom nassen Holz aufnehmen. Getrennt lagern.
  • Holz im Keller ohne Belüftung: Zu hohe Luftfeuchtigkeit im Keller hält das Holz feucht. Nur gut belüftete Keller eignen sich.

Holzpellets richtig lagern

Holzpellets sind äußerst empfindlich gegenüber Feuchtigkeit. Schon geringe Mengen Wasser lassen sie aufquellen und unbrauchbar werden. Für die Lagerung gilt:

  • Ausschließlich in trockenen, gut belüfteten Räumen lagern – idealerweise in einem eigens dafür vorgesehenen Pellettank oder -silo.
  • Säcke nicht auf dem Boden, sondern auf Paletten stellen.
  • Luftfeuchtigkeit im Lagerraum sollte dauerhaft unter 65 % liegen.
  • Nicht neben Wasserquellen (Waschmaschine, Heizung mit Kondensation) lagern.

Holzbriketts lagern

Holzbriketts sind stabiler als Pellets, aber ebenfalls feuchtigkeitsempfindlich. Lagern Sie Briketts trocken und überdacht, am besten in der Originalverpackung oder in einem trockenen Keller. Die hohe Pressdichte schützt sie zwar vor schnellem Aufquellen, dauerhafter Feuchtigkeitseinwirkung halten sie jedoch nicht stand.